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Kaspar Müller for Ricola

Selbstverständlich kennt er entsprechende Methoden der Kunst, beispielsweise jene der US-amerikanischen Pop Art, die sich schon lange bevor er geboren wurde, mit Konsum, Imitation und Reklame auseinandersetzte und die Warenwelt ironisch überhöhte, oder auch das Design der 1980 gegründeten Mailänder Gruppe Memphis um Ettore Sottsass, das die unsichtbare Grenze zwischen Kunst und Gestaltung nicht respektierte. Mit der Idee des Dekors spielen auch die Girlanden aus farbigen Glaskugeln, die Müller seit einigen Jahren zusammenstellt. Die wie Perlen auf ein Seil aufgezogenen Kugeln wurden von einem Glasbläser hergestellt. Auswahl und Aufreihung der Kugeln werden vom Künstler vorgenommen. Das Seil besteht nicht aus Naturfasern, wie es die Seilfarbe vortäuscht, sondern aus einem Kunststoff. Das Bild verbindet unterschiedliche Räume und Systeme. Den gestaffelten Bildraum dominiert im Vordergrund eine rote, die Umgebung spiegelnde Glaskugel, der unterschiedliche Naturräume nachgeordnet sind. Man blickt durch das Geäst eines Laubbaumes über eine verschneite, weite Tallandschaft auf das gegenüberliegende Hochgebirge. Von bunten Flechten besiedeltes Holz und verdorrtes Laub kontrastieren mit der harten, im Sonnenlicht funkelnden Glasoberfläche. Gewachsenes und von Menschen Geschaffenes erscheinen im Bild zu einer momentanen dialogischen Ordnung gefügt.

Roman Kurzmeyer

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