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Rudolf Urech-Seon Composition P, 1954 – Orient, 1958
Fotografie: Katalin Deér, 2011, Verwaltungsgebäude

Über das Zeitgenössische in der Kunst

Es gehört zum Schwierigsten überhaupt, über das Zeitgenössische in der Kunst zu sprechen. Was könnten die Kriterien sein, um zu entscheiden, ob ein Werk der Kunst auf der Höhe der Zeit ist? Und weiter: Was für eine Aussage wäre mit der positiven Beantwortung der Frage verbunden? Was bedeutete es, wenn mit Bestimmtheit gesagt werden könnte: Ja, das ist ein zeitgenössisches Werk! Sprechen wir von der Form des Werkes, der Materialität, dem Motiv, dem Thema oder der öffentlichen Wahrnehmung? Auf der Höhe der Zeit zu sein, wird allgemein als ein Qualitätsmerkmal beurteilt. Ohne Frage ist es für die öffentliche Anerkennung eines Künstlers heute sehr wichtig, als zeitgenössisch wahrgenommen zu werden. Interessanterweise galt dies aber auch schon für Künstler vergangener Epochen.


Die Fortschrittsfrage in den Künsten

Hinter der Frage nach der Zeitgenossenschaft versteckt sich die Fortschrittsfrage. Der Wissenschaftstheoretiker Paul Feyerabend, der viele Jahre an der ETH Zürich unterrichtete, hat zwischen einem quantitativen und einem qualitativen Fortschrittsbegriff unterschieden und dabei den quantitativen als einen absoluten und den qualitativen als einen relativen Begriff aufgefasst. Der quantitative Fortschritt vermehrt die Anzahl der Dinge durch Erfindungen, Entdeckungen und neue Erkenntnisse, der qualitative Fortschritt dagegen ändert deren Eigenschaften.

Zweifellos ist der Fortschrittsgedanke auch für die Künste zentral. [...]

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